Gentransport durch Kollagen beschleunigt Knochenwachstum

Transplantation der mit DNA beladenen Gerüstsubstanz lockt knochenbildende Zellen an und fördert deren Vermehrung
Im Tierversuch konnte nach der neuen Gentherapiemethode fehlendes Knochengewebe (links) nach vier Wochen (rechts) vollständig ersetzt werden.
© Satheesh Elangovan

Eine Neubildung von Knochengewebe lässt sich durch bestimmte Proteine anregen. Diese Wachstumsfaktoren können für therapeutische Zwecke direkt verabreicht werden - oder aber indirekt über eine Gentherapie. Jetzt haben amerikanische Mediziner eine spezielle Form der Gentherapie entwickelt, bei der direkt im Körper Knochenstücke von vorher festgelegter Größe und Gestalt entstehen. Dazu verpflanzten sie Ratten eine entsprechend vorgeformte Gerüstsubstanz aus Kollagen, die mit DNA beladen war. Diese DNA enthielt Gene für einen Wachstumsfaktor. In das Implantat wanderten knochenbildende Zellen ein, die die DNA aufnahmen und den Wachstumsfaktor produzierten. Dadurch beschleunigte sich die Bildung von neuem Knochengewebe um ein Vielfaches. Das Verfahren könnte unter anderem eingesetzt werden, um implantierte Zähne besser im Kieferknochen zu verankern, schreiben die Forscher im Fachblatt „Biomaterials“. ...



 

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