Gentherapie gegen Alzheimer?

Ein ins Hirn injiziertes Gen verringert bei Mäusen die krankhaften Ablagerungen und Schäden von Nervenzellen
Molekülmodell des Beta-Amyloid-Peptids, eines Eiweißstoffs, der sich bei der Alzheimer-Krankheit im Gehirn ablagert und Nervenzellen abtötet
© Shutterstock, Bild155177678

Durch eine Genanalyse lässt sich das Alzheimer-Risiko eines Menschen abschätzen. Entscheidend dabei ist, welche Variante des APOE-Gens im Erbgut vorliegt. Dieses Gen steuert die Produktion des sogenannten Apolipoprotein E. Im Vergleich zur häufigsten Genform APOE3 erhöht die Genvariante APOE4 das Krankheitsrisiko bis zu zwölffach. Für Träger des APOE2-Gens dagegen halbiert sich die Wahrscheinlichkeit, an der Demenz zu erkranken. Amerikanische Forscher konnten jetzt bei Mäusen zeigen, dass die Art des APOE-Gens einen direkten Einfluss auf das Ausmaß der krankhaften Ablagerungen im Gehirn hat. Die Injektion des APOE4-Gens in das Gehirn beschleunigte den Krankheitsverlauf, die Übertragung der APOE2-Variante verlangsamte ihn. Das eröffne neue Möglichkeiten einer Gentherapie der noch immer unheilbaren Demenz, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Science Translational Medicine”. ...



 

Home | Über uns | Kontakt | AGB | Impressum
© Wissenschaft aktuell & Scientec Internet Applications + Media GmbH, Hamburg