Herzschlag als "Fingerabdruck" gegen Implantat-Hacking

Moderne Technik erlaubt, Herzschrittmacher und andere Implantate ohne Operation zu steuern, abzulesen oder gar die Batterie aufzutanken - wie schützt man diese Fernsteuerung vor Missbrauch?

Was, wenn der tödliche Herzinfarkt vom Hacker an der Fernsteuerung ausgelöst wurde? Kein Science Fiction-Szenario, denn immer mehr medizinische Implantate lassen sich heute drahtlos vom Arzt steuern - und sind damit auch anfällig für böswillige Attacken. Dagegen hilft nur eine sichere Verschlüsselung, sagen jetzt Hongkonger Forscher und präsentieren ihre Lösung: Das individuelle Muster des Herzschlags, als Puls zu messen, eignet sich als Schlüssel für die Schutzkodierung. In ihren Versuchen funktionierte eine 64-bit-Verschlüsselung, aus dem Pulsrhythmus am Finger erzeugt, erstaunlich gut. Die Quote falscher Erkennung lag auf ähnlichem Niveau wie die Fehlerquote bei herkömmlichen Fingerabdruck-Systemen. Dabei sei die Herzschlag-Verschlüsselung sicherer, weil Kriminelle diesen ständig wechselnden Rhythmus nicht kopieren könnten, berichten die Forscher im Fachblatt " IEEE Transactions on Information Technology in Biomedicine". ...



 

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