Helium-Ballons gegen Weltraumschrott
"Ballons könnten einen günstigen Weg aufzeigen, um dieses Problem zu lösen", sagt Kristin Gates von der Global Aerospace Corporation in Kalifornien gegenüber dem Magazin "New Scientist". Bisher wird diskutiert, ob Satelliten über ein zusätzliches Triebwerk inklusive Treibstoff verfügen sollten, um es zum Abschluss ihrer Mission zu zünden und so die Umlaufbahn wieder zu verlassen. Sehr viel leichter und damit günstiger könnte ein Ballon diese Aufgabe übernehmen.
So könnte ein Satellit die zusammen gefaltete Ballonhülle mit sich führen und bei Bedarf mit Helium aufpumpen. Aufgebläht auf einen Durchmesser von 37 Metern, könnte dieser Ballon einen 1200-Kilogramm-Satellit so gut abbremsen, dass er binnen eines Jahres aus einer 830 Kilometer hohen Umlaufbahn in die Erdatmosphäre abtaucht und dort verglüht.
Obwohl dieser Ballon ein größeres Ziel für andere Satelliten darstellt, schätzen Experten das erhöhte Risiko einer Kollision innerhalb des einjährigen Sinkflugs als minimal ein. Ohne einen solchen Ballon würde der Satellit noch über Jahrzehnte in seiner Umlaufbahn verharren und könnte nach einem Zusammenstoß in viele kleinere, aber immer noch gefährliche Teile zerbrechen.