Wein verrät Eichenfässer, in welchen er reifte
"Die chemische Zusammensetzung von Wein resultiert aus einem komplexen Zusammenspiel von Umweltfaktoren, genetischen Faktoren und den Praktiken des Weinbaus", schreibt das Team um Régis Gougeon von der Université de Bourgogne in Dijon und Philippe Schmitt-Kopplin vom Helmholtz-Zentrum München. Gemeinsam mit Kollegen anderer Universitäten hatten die Lebensmittelforscher Proben von in Fässern gereiften Weinen per Massenspektrometer und Fourier-Transform-Analyse in hoher Auflösung untersucht. Die Fässer zu diesen Weinen stammten aus neun zuvor ausgewählten Wäldern, in denen traditionell das Holz für Eichenfässer geschlagen wird. Im Abgleich mit den chemischen Signaturen dieser Hölzer ließen sich die Weinproben eindeutig zuweisen, so die Forscher.
Wenngleich die Methode keinerlei Auskunft über die Qualität eines Weins trifft, könnte sie doch dabei helfen, Weine unbekannter Herkunft zuzuordnen. Voraussetzung ist natürlich eine Datenbank, welche die chemischen Eigenheiten möglichst aller Wälder umfasst, in denen Fassholz geschlagen wird.
