Müllabfuhr des Gehirns im Schlaf effektiver

Während der Ruhephase arbeitet das hirnspezifsche Entsorgungssystem zehnmal aktiver als im Wachzustand und schädliche Abbauprodukte wie Beta-Amyloid werden besser beseitigt

Im Schlaf speichert das Gehirn Gelerntes besonders gut ab. Aber auch die hirneigene Abfallentsorgung arbeitet in der Ruhephase auf Hochtouren. Dann funktioniert ein erst jüngst entdecktes hirnspezifisches Reinigungssystem besonders effektiv, konnten US-Forscher bei Mäusen beobachten: Das sogenannte glymphatische System ist im Schlaf etwa zehnfach aktiver als im Wachzustand, berichten sie im Fachblatt „Science“. Da sich die Hirnzellen während der Schlafphase zusammenziehen, vergrößert sich der sogenannte interstitielle Raum deutlich – also der Raum zwischen den Zellen. Dadurch kann die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit besser zirkulieren und schädliche Abbauprodukte leichter wegspülen. Die aktuellen Erkenntnisse könnten auch helfen, neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson besser zu verstehen. Denn bei diesen Krankheiten spielen Störungen der Entsorgung von Abbauprodukten stets eine zentrale Rolle. ...



 

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