Wie kranke Zähne das Infarktrisiko erhöhen

Streptokokken aus dem Mundraum können bei einer Parodontitis ins Blut gelangen und Gerinnsel auslösen, welche Arterien verstopfen
Normalerweise harmlose Streptokokken der Viridans-Gruppe (blau gefärbte Perlschnüre) können, wenn sie ins Blut gelangen, Herzkrankheiten auslösen.
© Dr. Mike Miller / Centers for Disease Control and Prevention

Schlechte Zahnhygiene begünstigt Zahnbettinfektionen und erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Die Ursache dafür haben britische Mediziner jetzt genauer untersucht. Demnach lösen Streptokokken, die über verletztes Zahnfleisch ins Blut gelangen können, Blutgerinnsel aus. Das geschieht, indem ein Protein an der Zelloberfläche der Bakterien Blutplättchen aktiviert, die dann beim Zusammenklumpen die Bakterien einschließen und so vor Angriffen schützen. Daraus entwickeln sich größere Gerinnsel, die verengte Blutgefäße verstopfen und einen Infarkt verursachen können. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und eine frühzeitige Behandlung einer Parodontitis würden dieses Risiko verringern, sagten die Forscher auf der Herbsttagung der Society for General Microbiology in Nottingham. ...



 

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