Kuschelhormon erhält die Freundschaft

Bei Schimpansen trägt das Hormon Oxytocin dazu bei, auch dann soziale Bindungen zu festigen, wenn weder Sexualpartner noch Verwandte beteiligt sind
Schimpanse (Pan troglodytes) aus dem Zoo Leipzig
© Thomas Lersch / Creative Commons (CC BY-SA 3.0), http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Auch wenn sich rein freundschaftliche Beziehungen entwickeln, ist das Hormon Oxytocin mit im Spiel. Das haben deutsche Biologen jetzt bei wild lebenden Schimpansen beobachtet. Demnach verstärkt das sogenannte Kuschelhormon nicht nur die Bindung zwischen Eltern und Kind oder zwischen den Sexualpartnern. Die Forscher stellten fest, dass sich der Hormonspiegel bei der gegenseitigen Fellpflege zweier Affen erhöhte – aber nur dann, wenn sich beide schon freundschaftlich verbunden fühlten. Unerheblich war dagegen, ob das Paar miteinander verwandt war oder nicht, berichten die Forscher im Fachblatt „Proceedings of the Royal Society B“. Eine verstärkte Oxytocin-Produktion bei Körperkontakt mit einem Freund wirkt auf das Belohnungszentrum des Gehirns, erzeugt ein Wohlgefühl und fördert so wahrscheinlich die Wiederholung des kooperativen Verhaltens. ...



 

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