Einsteins Theorie mit der Armbanduhr messen

Zwei eng rotierende Weiße Zwerge strahlen starke Gravitationswellen ab und werden dadurch schneller: Bestätigung der Relativitätstheorie
Künstlerische Darstellung der beiden Weißen Zwerge im System J0651.
© D. Berry / NASA GSFC

Sie sind besonders klein und schwer nachzuweisen, die Effekte der Einsteinschen Relativitätstheorie. Vor allem die sogenannte Gravitationsstrahlung ist üblicherweise extrem schwach. Doch dank zweier sich besonders eng umkreisender Weißer Zwerge konnten US-Astronomen nun die Wirkung der Gravitationsstrahlung sogar im Sekundenbereich messen. Weiße Zwerge sind kleine, ausgebrannte Sonnen am Ende ihrer Entwicklung. Im Sternensystem J0651 rotieren zwei solche Zwergsterne sehr eng umeinander. Nicht einmal 13 Minuten benötigen sie für einen Umlauf. Dabei erfahren die großen Massen der beiden Sterne enorme Beschleunigungen, was zu einer starken Abstrahlung von Gravitationswellen führt. Wie die Wissenschaftler in der kommenden Ausgabe der „Astrophysical Journal Letters“ berichten, kommen sich die beiden Sterne dadurch immer näher, wodurch sich ihre Umlaufgeschwindigkeit weiter erhöht. In circa zwei Millionen Jahren werden sie miteinander verschmelzen und eventuell in einer Supernova verglühen. ...



 

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