Arthrose: Die wahre Ursache des Knorpelschwunds im Gelenk

Eine Therapie zum Schutz des Gelenkknorpels muss im darunter liegenden Knochengewebe ansetzen
Eine Behandlung mit Antikörpern gegen den Wachstumsfaktor TGF-beta1 (rechtes Bild) verhindert Arthroseschäden im Kniegelenk von Ratten (linkes Bild: ohne Behandlung, Knochen = grün, Knorpel = rot).
© Gehua Zhen, Nature Medicine (DOI: 10.1038/nm.3143)

Gegen Arthrose, die häufigste Gelenkerkrankung, gibt es bislang keine Therapie, die den Krankheitsverlauf stoppt oder gar eine Heilung bewirkt. Voraussetzung dafür wäre zu wissen, was die krankhaften Veränderungen in Gang setzt. Das haben amerikanische Mediziner jetzt herausgefunden: Bei starker Belastung oder nach einer Verletzung verstärkt das Knochengewebe unter dem Gelenksknorpel die Produktion eines wachstumsfördernden Botenstoffs. Dadurch bildet sich zu viel neues Knochengewebe, was die Knorpelschicht schädigt und schließlich degenerieren lässt. In Versuchen mit Mäusen und Ratten ließ sich durch Hemmung des Botenstoffs die Degeneration des Knorpels verlangsamen. Eine klinische Studie soll nun zeigen, ob die Behandlung mit einem solchen Hemmstoff auch bei Arthrosepatienten wirksam ist, schreiben die Forscher im Fachjournal „Nature Medicine“. ...



 

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