3D-Kamera mit Nanoblitz: Jetzt auch auf Glas und im Regen scharf

Raffinierte Berechnung lässt Filmkamera mit Radar-Prinzip auch durchsichtige und verschwommene Objekte wahrnehmen - Anwendung für selbst steuernde Autos und Qualitätskontrolle
Die Bildfolge macht sichtbar, wie die Lichtfront die gesamte Szene innerhalb weniger Nanosekunden von vorne nach hinten durchwandert – und dabei auch die Strukturen hinter der Glasvase reflektiert.
© MIT Nanophotography

Eine ganze Szene dreidimensional auf einen Schlag aufnehmen: Das ist die Stärke von Spezialkameras, die – ähnlich dem Radar – die Entfernung zu den einzelnen Objekten im Bild blitzartig messen und abbilden. Dabei wandert eine einzige Lichtfront durch die Szene und liefert die gesamte Information zurück – bis zu eine Billionen Mal pro Sekunde oder deutlich langsamer bei der Videospiel-Sensorik Kinect. Jetzt haben US-Forscher die Methode gleich doppelt revolutioniert: Zum einen lässt sich ihre neue „Nano-Kamera“ nicht mehr durch Glasoberflächen, Regen oder Nebel stören, was bislang die Signal-Auswertung durcheinander brachte. Zum anderen besteht die neue Kamera aus handelsüblichen Teilen und kostet so nur noch ein Tausendstel ihres schnellen Vorgängers. Die Entwickler präsentierten ihren Prototyp kürzlich auf der Konferenz Siggraph Asia 2013 in Hongkong. Diese Technik eignet sich für Echtzeitabtastung in Industrie und Medizintechnik ebenso wie für autonome Autos oder auch interaktive 3D-Videospiele. ...



 

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