Verschmutzte Ozeane: Seevögel als Müllsensor

Dank modernster Methoden eignen sich die Tiere besonders gut, um die Belastung der Meere mit Plastik und Umweltgiften zu bestimmen
Müllberge am ägyptischen Roten Meer in der Nähe von Safaga
© Vberger, Wikipedia, gemeinfrei

Eine kleine Plastikflasche hüpft munter auf einer Welle herum und wird Richtung Ufer gespült. Sie ist nicht allein. Am Strand wartet neben unzähligen anderen Plastikflaschen noch weiterer Kunststoffmüll. In manchen Küstengebieten sammelt sich das Treibgut aus Abfall zuhauf an. Mitunter bauen Seevögel ihre Nester dann sogar aus Plastiktüten – so auch auf der kleinen, unbewohnten Nordseeinsel Mellum. Die Verschmutzung der Weltmeere ist ein massives Umweltproblem, eine erhebliche Gefahr für marine Ökosysteme weltweit. Zentraler Teil dieses Problems sind Tonnen von Plastikteilen, die auf und in den Ozeanen treiben und tagtäglich unzählige Lebewesen gefährden, die in und an den Gewässern leben. Durch die Meeresströmungen sammeln sie sich in manchen Gegenden in riesigen Teppichen. Außerdem werden sie von Wind, Wetter, Wellen und Sonneneinstrahlung immer feiner zerrieben und weiter zersetzt. Schließlich entstehen mikrofeine Partikel, die auch noch von den filigransten Meeresbewohnern aufgenommen werden. ...



 

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