Quantencomputer mit 98 Ionen-Qubits
Mit Lasern, Mikrowellen und elektromagnetischen Feldern kontrollierte die internationale Arbeitsgruppe 98 Barium-Ionen und hielt diese einzeln in der Schwebe. Zusätzlich genutzte Ytterbium-Ionen stabilisierten diese Qubits. In dem rudimentären Quantencomputer diente eine filigrane, nur wenige Mikrometer große Ringstruktur als Speichereinheit für die Qubits. Aus dieser konnten sie gezielt in ein Prozessor-Areal bewegt werden, um dort logische Rechenprozessen durchzuführen. Erste, speziell auf Quantencomputer zugeschnittene Aufgaben wie beispielsweise die Generierung von Zufallszahlen ließen sich extrem schnell in Sekunden durchführen. Selbst die größten konventionellen Supercomputer bräuchten dafür nach Aussage der Forschenden viele Jahre.
Helios weist einen ausgeklügelten Weg auf, um auch mit eingefangenen Ionen Quantencomputer mit vielen, nahezu fehlerfrei rechnenden Qubits zu entwickeln. Allerdings sind diese schwieriger zu fertigen als Quantencomputer mit Supraleiter-Qubits. So bleibt der Wettlauf um die beste Hardware für Quantencomputer heute noch völlig offen.
