Wenig Planeten in offenen Sternhaufen
"Wir glauben, dass die meisten Sterne der Milchstraße in dichten Gaswolken ähnlich der Orion-Region entstanden sind", erklärt Joshua Eisner von der University of California in Berkeley, einer der beteiligten Astronomen. "deshalb folgt aus unseren Beobachtungen, dass unser Sonnensystem eher die Ausnahme denn die Regel ist."
Eisner und seine Kollegen hatten die Zentralregion des Orionnebels, die über 250 Sterne enthält, mit mehreren speziellen Millimeterwellen-Teleskopen beobachtet. Warmer Staub sendet typischerweise solche Strahlung aus. Lediglich bei zehn Prozent der Sterne ließ sich die Wärmestrahlung des Staubs nachweisen. Und bei weniger als acht Prozent der Sterne ist die nachgewiesene Millimeterwellen-Strahlung so stark, dass die Astronomen daraus auf eine Staubmenge von über einem Hundertstel der Sonnenmasse schließen konnten. Diese Menge gilt als untere Grenze für die Bildung eines jupiterähnlichen Planeten.
Das Ergebnis von Eisner und seinem Team kommt für die Astronomen nicht unerwartet. Denn bei der Suche nach Planeten bei anderen Sternen konnten die Himmelsforscher bislang lediglich bei sechs Prozent der Sterne Planeten nachweisen, die so groß wie oder größer als der Jupiter in unserem Sonnensystem sind.
