Phoenix raspelt am Mars-Eis

Das Eis im Marsboden ist härter als erwartet - glücklicherweise hat die Sonde eine Motor-Raspel dabei.
Der Roboterarm der Marslanders Phoenix.
Der Roboterarm der Marslanders Phoenix.
© Nasa/JPL/Caltech/University of Arizona/Texas A&M University
Pasadena (USA) - Das unter Staub und Geröll verborgene Eis in der Polarregion des Planeten Mars erweist sich als erstaunlich hart. Die amerikanische Marssonde Phoenix setzt nun eine motorisierte Raspel ein, um Eis für eine Untersuchung in ihrem Mini-Labor abzuschaben. Die Forscher der Nasa rechnen damit, dass es mehrere Tage dauern wird, bis sie ausreichend Material für eine Untersuchung angesammelt haben.

"Während der Entwicklung von Phoenix haben wir den Roboterarm mit einer zusätzlichen Raspel ausgestattet, um gegebenenfalls auch Proben aus sehr hartem Eis entnehmen zu können", erklärt Barry Goldstein, Projektmanager der Phoenix-Mission am Jet Propulsion Laboratory der Nasa. "Und genau das ist nun die Situation, vor der wir stehen. Wir hoffen also, dass wir das richtige Werkzeug haben für diese Aufgabe haben."

Die Raspel befindet sich an der Unterseite der Schaufel am Ende des 2,35 Meter langen Roboterarms. Ein Motor lässt die Raspel rasch rotieren. Das abgeschabte Material soll dann mit der Schaufel zu kleinen Häufchen zusammen geschoben und zunächst mit einer Kamera inspiziert werde. Erst wenn ausreichend Eis zusammen gekommen ist, wird es zur Untersuchung in das Mini-Labor geschaufelt. Die Forscher erhoffen sich unter andere Erkenntnisse darüber, ob es auf dem Mars früher Leben gab oder sogar heute noch gibt.

Nasa/JPL
Quelle: Pressemitteilung NASA/JPL


 

 

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