Kuschelhormon verstärkt Placebo-Effekt

Mit Oxytocin behandelte Patienten haben größeres Vertrauen zum Arzt und reagieren daher stärker auf die schmerzlindernde Wirkung eines Scheinpräparats
Placebos haben eine nachweisbare Heilwirkung.
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In manchen Fällen kann ein Arzt mit einem wirkstofffreien Medikament Schmerzen lindern. Dieser Placebo-Effekt lässt sich verstärken, wenn dem Patienten zuvor das Hormon Oxytocin über die Nase verabreicht wurde, berichten deutsche Forscher. Die Wirkung beruht wahrscheinlich darauf, dass Oxytocin Vertrauen stärkt und damit die Glaubwürdigkeit ärztlicher Aussagen erhöht. Die generelle Schmerzempfindlichkeit wurde durch das Hormon nicht verringert. Wie der Effekt zustande kommt und wann ein Einsatz von Oxytocin zur unterstützenden Behandlung angebracht ist, müssen weitere Untersuchungen klären, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal „JAMA“. ...



 

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