Kuhfladen: Käfer verringern Freisetzung von Treibhausgas

Indem sie den Kuhmist durchwühlen, bewirken die Insekten, dass methanbildende Mikroben durch Kontakt mit Sauerstoff absterben
In Kuhfladen lebende Dungkäfer verändern die Freisetzung klimaschädlicher Gase.
© Eleanor Slade

Rinder produzieren große Mengen an Methan und tragen damit zur Klimaerwärmung bei. Das Gas entsteht beim Celluloseabbau durch Mikroben im Pansen der Wiederkäuer. Auch im Kuhfladen läuft dieser Prozess noch einige Zeit weiter ab. Finnische Forscher konnten jetzt nachweisen, dass sich die Methanproduktion verringert, wenn Dungkäfer den Kuhmist besiedeln. Indem sie Gänge durch den Dung graben, sorgen die Insekten für eine Durchlüftung. Dadurch sterben die methanbildenden Mikroben ab, da sie nur unter Sauerstoffausschluss lebensfähig sind. Wie Umweltfaktoren diesen Prozess beeinflussen und wie stark die Auswirkungen auf das Klima sind, müssen weitere Messungen erst noch zeigen, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „PLoS One“. ...



 

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