Kepler: Die Suche nach Planeten beginnt
"Das Weltraumteleskop ist bereit, um jahrelang die Helligkeit der Sterne auf winzigste Änderungen hin zu beobachten", erklärt James Fanson vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena, Kalifornien. Denn periodische auftretende Helligkeitsschwankungen im Bereich von hundertstel Prozent können die Anwesenheit von Planeten um einen Stern verraten.
Wenn ein Planet von der Erde aus gesehen zufällig vor seinem Stern vorüber zieht, dann schwächt er dessen Helligkeit geringfügig ab. Damit es überhaupt zu einem solchen Transit des Planeten kommen kann, müssen wir von der Erde aus allerdings möglichst genau auf die Kante seiner Bahnebene blicken - sonst zieht er unbemerkt oberhalb oder unterhalb des Sterns vorüber. Für einen erdähnlichen Planeten in einer erdähnlichen Umlaufbahn um einen sonnenähnlichen Stern beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür etwa 0,5 Prozent. Wenn erdähnliche Planeten im Kosmos häufig vorkommen, sollte Kepler also hunderte von ihnen entdecken.
Aus der Stärke der Lichtabschwächung können die Forscher dann die Größe des Planeten ermitteln. Die Periode der Transits liefert den Astronomen außerdem zusammen mit der Masse des Sterns die Größe der Umlaufbahn - und damit können die Wissenschaftler dann sogar die Temperatur auf der Oberfläche des Planeten abschätzen und somit eine Aussage darüber machen, ob er lebensfreundlich ist oder nicht.
