Kepler: Die Suche nach Planeten beginnt

Zwei Monate lang haben die Forscher das Weltraumteleskop überprüft und geeicht - jetzt beginnt die Überwachung von 100.000 Sternen
Kepler im All (künstlerische Darstellung)
Kepler im All (künstlerische Darstellung)
© Nasa
Pasadena (USA) - Das amerikanische Satelliten-Teleskop Kepler nimmt die Suche nach Planeten bei anderen Sternen auf. Das Instrument war am 6. März dieses Jahres gestartet. Zwei Monate lang haben Wissenschaftler und Techniker das Raumfahrzeug intensiven Tests unterzogen und die Detektoren des Teleskops geeicht. Nun beginnt Kepler damit, die Helligkeit von 100.000 Sternen zu überwachen. Die Astronomen hoffen, mit dem Instrument erstmals auch erdähnliche Planeten bei anderen Sternen aufzuspüren.

"Das Weltraumteleskop ist bereit, um jahrelang die Helligkeit der Sterne auf winzigste Änderungen hin zu beobachten", erklärt James Fanson vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena, Kalifornien. Denn periodische auftretende Helligkeitsschwankungen im Bereich von hundertstel Prozent können die Anwesenheit von Planeten um einen Stern verraten.

Wenn ein Planet von der Erde aus gesehen zufällig vor seinem Stern vorüber zieht, dann schwächt er dessen Helligkeit geringfügig ab. Damit es überhaupt zu einem solchen Transit des Planeten kommen kann, müssen wir von der Erde aus allerdings möglichst genau auf die Kante seiner Bahnebene blicken - sonst zieht er unbemerkt oberhalb oder unterhalb des Sterns vorüber. Für einen erdähnlichen Planeten in einer erdähnlichen Umlaufbahn um einen sonnenähnlichen Stern beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür etwa 0,5 Prozent. Wenn erdähnliche Planeten im Kosmos häufig vorkommen, sollte Kepler also hunderte von ihnen entdecken.

Aus der Stärke der Lichtabschwächung können die Forscher dann die Größe des Planeten ermitteln. Die Periode der Transits liefert den Astronomen außerdem zusammen mit der Masse des Sterns die Größe der Umlaufbahn - und damit können die Wissenschaftler dann sogar die Temperatur auf der Oberfläche des Planeten abschätzen und somit eine Aussage darüber machen, ob er lebensfreundlich ist oder nicht.

(c) Wissenschaft aktuell
Quelle: Nasa, Pressemitteilung


 

 

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