Hubble sieht Asteroidenkollision
"Die filamentartige Struktur, die wir bei P/2010 A2 sehen, unterscheidet sich von allem, was wir bei Kometen kennen", erklärt David Jewitt von der University of California in Los Angeles, der die Beobachtungen geleitet hat. So zeigt sich in der Nähe des Kerns - eines kleinen, punktförmigen Objekts - eine seltsame X-förmige Struktur. Außerdem liegt der Kern nicht, wie bei Kometen, innerhalb der Staubhülle, sondern außerhalb. "All das spricht für einen anderen physikalische Prozess", so Jewitt.
Jewitt und seine Kollegen vermuten, dass hier zwei kleinere Asteroiden miteinander kollidiert sind. Tatsächlich zeigen spektroskopische Messungen, dass der Schweif kein Gas, sondern nur Staub enthält - im Gegensatz zu Kometenschweifen, aber wie es für durch einen Zusammenprall ins All ausgeworfene Materie zu erwarten wäre. "Die filamentartigen Strukturen entstehen dann durch den Strahlungsdruck der Sonne, der den Staub nach außen treibt", sagt Jewitt.
Die Bahn von P/2010 A2 stimmt mit der so genannten Familie der Flora-Asteroiden überein. Bei ihnen handelt es sich um die Überreste eines größeren Himmelskörpers, der vor etwa 100 Millionen Jahren durch eine Kollision zerstört wurde. Ein Bruchstück dieser Katastrophe traf vor 65 Millionen Jahre die Erde und trug so zum Aussterben der Dinosaurier bei.
