GLAST heißt jetzt Fermi …
"Enrico Fermi war der erste Forscher, der beschrieb, wie kosmische Teilchen auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigt werden können", begründet Nasa-Wissenschaftler Paul Hertz die Namenswahl. "Mithilfe seiner Theorie hoffen wir die neuen Phänomene zu verstehen, die wir künftig mit dem nach ihm benannten Teleskop entdecken." In den zwei Monaten seit dem Start des Fermi-Teleskops am 11. Juni haben die Nasa-Forscher die Instrumente des Satelliten-Observatoriums getestet und kalibriert, nun sollen die wissenschaftlichen Beobachtungen beginnen.
Die Astronomen erhoffen sich von Fermi die Entdeckung weiterer Pulsare - extrem dichter Sternenleichen - in unserer Milchstraße, neue Erkenntnisse über die physikalischen Prozesse in der Umgebung supermassiver Schwarzer Löcher in den Zentren von fernen Galaxien und Hinweise auf neue physikalische Gesetze.
Das jetzt veröffentlichte Bild des gesamten Himmels im Gammabereich basiert auf insgesamt 95 Stunden Beobachtungen des Fermi-Teleskops. Es zeigt Gas und Staub in der Ebene der Milchstraße, den Krebs- und den Vela-Pulsar, sowie eine 7,1 Milliarden Lichtjahre entfernte aktive Galaxie. Die Astronomen können mit Fermi alle drei Stunden den gesamten Himmel beobachten. Damit haben sie die Möglichkeit, auch rasch veränderliche Quellen aufzuspüren.
