Fast modern: Die Krankheiten der alten Ägypter
Das Team um Frank Rühli von der Universität Zürich untersuchte wissenschaftliche Krankheitsbeschreibungen aus den letzten 30 Jahren von mehr als 3000 ägyptischen Mumien, die 2000 bis 3500 Jahre alt waren. Da Zähne nach dem Tod eines Menschen am längsten erhalten bleiben, konnten Rühli und Kollegen direkt feststellen: 18 Prozent der untersuchten Mumien wiesen Spuren von Zahnkrankheiten auf. Aber sie konnten auch belegen, dass degenerative Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Osteoporose weit verbreitet waren. Auch Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und Mittelohrentzündung kamen vor.
Ob die untersuchten Menschen wirklich an diesen Krankheiten starben, können die Wissenschaftler nicht sagen. In den allermeisten Fällen gingen die Forscher der letzten Jahrzehnte nicht so weit, eine konkrete Todesursache anzugeben. Nur in vier Fällen war man sich ganz sicher. In einem Fall war es eine Lungenentzündung, in einem weiteren ein Lungenödem, im dritten Fall eine chronische Ohrentzündung und im vierten eine Neurofibromatose.
