Erfolgreiche Suche nach verschwundenen Sternen
"Unsere Beobachtungen lassen keine andere Erklärung mehr zu", ist sich Justyn Maund von der Universität Kopenhagen sicher. Denn Maund und sein Kollege Stephen Smartt von der University of California in Santa Cruz fanden nicht nur die Riesensterne am Ort der späteren Explosion, sie konnten auch zeigen, dass diese Sterne nach der Explosion verschwunden waren. Gerade dieser Nachweis ist schwierig, da die Strahlung der Explosionsüberreste jahrelang andere Objekte überstrahlt.
Supernova-Explosionen sind seltene Ereignisse: Für eine Galaxie wie unsere Milchstraße rechnen die Astronomen etwa mit einem derartigen Ereignis in 50 Jahren. Deshalb können die Sternenforscher Supernovae zumeist nur in fernen Galaxien beobachten - und dort ist es selbst mit großen Teleskopen nicht einfach, einzelne Sterne auszumachen.
Maund und Smartt nutzten Bilder des Weltraumteleskops Hubble und des Gemini-Teleskops mit seinem acht Meter großen Spiegel, die vor und nach den Supernova-Explosionen 2003gd und 1993J aufgenommen wurden. In beiden Fällen fanden die Forscher auf alten Bildern Rote Überriesen an exakt der Position der späteren Supernova - und auf den neueren Bildern waren diese Überriesen verschwunden.
