Eine Karte des Gamma-Himmels
"Fermi hat uns ein tieferes und besser aufgelöstes Bild des Gamma-Himmels geliefert als jede frühere Mission", schwärmt Peter Michelson von der Stanford University, der als Chefwissenschaftler für den LAT-Detektor verantwortlich ist. Der am 11. Juni 2008 gestartete Fermi-Satellit ist eine Mission der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa, an der auch Forscher aus Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Schweden beteiligt sind.
Fermis Weitwinkeldetektor LAT scannt alle drei Stunden einmal den gesamten Himmel nach Gammastrahlen ab. Die jetzt von der Nasa veröffentlichte Karte basiert auf der Addition von Messungen aus dem Zeitraum vom 4. August bis zum 30. Oktober 2008. "Wir sehen Gammastrahlungsausbrüche bei supermassiven Schwarzen Löchern in fernen Galaxien, Pulsare, Doppelsternsysteme mit Neutronensternen und Kugelsternhaufen in der Milchstraße", zählt Michelson die wichtigsten Gammastrahler auf.
In einer beim Fachblatt "Astrophysical Journal Supplements" zur Veröffentlichung eingereichten Arbeit listen die Fermi-Wissenschaftler die 205 hellsten Gammaquellen auf, die sich auf der neuen Karte identifizieren lassen. Darunter sind auch 30 bislang unbekannte Strahlungsquellen. "Das sind für uns gute Nachrichten", betont Michelson, "denn es zeigt, dass wir mit Fermi neue Himmelsobjekte finden - und das noch viel Arbeit auf uns wartet."
