Cassini könnte Leben auf Saturnmond nachweisen
Cassini ist bereits mehrfach durch die Fontäne von Enceladus hindurch geflogen, zuletzt am 12. März 2008 in einer Höhe von nur 48 Kilometern über der Oberfläche des Mondes. Dabei entdeckten die Forscher, dass die Fontäne nicht nur Eis und Staub, sondern auch organische Stoffe, insbesondere Methan, enthält. Methan kann einerseits durch nichtbiologische Prozesse entstehen, anderseits aber auch ein Ausscheidungsprodukt von Mikroben sein.
Christopher McKay vom Ames Research Center der Nasa und seine Kollegen legen nun dar, dass biologische Prozesse zu einer anderen Häufigkeitsverteilung der organischen Stoffe führen als nichtbiologische. So liege das Verhältnis von Methan zu schweren Kohlenwasserstoffen bei Produktion durch Mikroben im Bereich zwischen 2000 und 13.000, während nichtbiologische Prozesse Werte unterhalb von 1000 liefern.
Im Prinzip, so McKay und seine Kollegen, sei ein spezielles Massenspektrometer an Bord von Cassini in der Lage, solche Unterschiede nachzuweisen. Die Forscher hoffen nun auf die Möglichkeit, bei weiteren Durchflügen solche Messungen durchführen zu können.
