Bauchspeicheldrüsenkrebs: Bakterien bringen Strahlung zum Tumor

Bakterien der Gattung Listeria transportieren radioaktive Isotope in die Krebszellen und zerstören so hauptsächlich die tödlichen Metastasen
Listeria monocytogenes kann durch kontaminierte Lebensmittel auf Menschen übertragen werden und Infektionen verursachen (elektronenmikroskopische Aufnahme).
© CDC/Dr. Balasubr Swaminathan; Peggy Hayes (PHIL #2286), 2002 / Wikipedia, public domain

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs bilden sich sehr früh Tochtergeschwülste in der Leber und in anderen Organen. Gegen diese Metastasen gibt es bisher keine effektive Behandlung. Doch jetzt haben amerikanische Mediziner eine ungewöhnliche Form der Strahlentherapie entwickelt, die speziell auf die Metastasen abzielt und im Tierversuch hochwirksam war. Sie injizierten Mäusen Bakterien der Gattung Listeria, an welche kurzlebige radioaktive Isotope gekoppelt waren. Die Mikroben drangen in die Metastasen ein, vermehrten sich dort und töteten die Krebszellen durch Strahlung ab, berichten die Forscher im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“. Gesundes Gewebe wurde nicht geschädigt und nach einer Woche waren Bakterien und Radioaktivität aus dem Körper der Tiere verschwunden. ...



 

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