Asteroid Apophis: Einschlag-Gefahr verringert sich weiter

Auswertung von Archivdaten liefert verbesserte Bahn des Himmelskörpers
Entdeckungsaufnahme von Apophis
Entdeckungsaufnahme von Apophis
© UH/IA
Puerto Rico (USA) - Die Wahrscheinlichkeit für einen Einschlag des 270 Meter großen Asteroid Apophis auf der Erde im Jahr 2036 beträgt lediglich 1 zu 250.000. Das berichteten amerikanische Astronomen auf einer Fachtagung der American Astronomical Society in Puerto Rico. Bislang lagen die Schätzungen für das Eintreten einer derartigen Katastrophe bei 1 zu 45.000. Die Auswertung einer Vielzahl von Archivaufnahmen hat, so die Wissenschaftler, eine erheblich genauere Bestimmung der Umlaufbahn des Asteroiden ermöglicht.

"Apophis hat seit seiner Entdeckung im Jahr 2004 in der Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt", sagt Steve Chesley vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena. Denn die ersten vorläufigen Berechnungen ergaben eine Wahrscheinlichkeit von 2,7 Prozent für einen Einschlag des Himmelskörpers im Jahr 2029. Weitere Beobachtungen lieferten allerdings rasch eine Entwarnung: Apophis fliegt am 13. April 2029 mit einem Abstand von 30.000 Kilometern an der Erde vorüber.

Als schwieriger erwiesen sich genaue Vorhersagen für die nächste Begegnung von Apophis und Erde am 13. April 2036. Denn selbst geringe Änderungen der Bahn bei dem Vorübergang 2029 können zu großen Abweichungen im Jahr 2036 führen. Deshalb haben die Forscher hunderte bislang nicht veröffentlichter Aufnahmen mehrerer Sternwarten ausgewertet, um die Bahn von Apophis genauer zu bestimmen.

Die Berechnungen zeigen auch, dass sich Erde und Apophis 2068 ein weiteres Mal begegnen werden. Die Wahrscheinlichkeit für eine Kollision schätzen Chesley und sein Team für dieses Rendezvous auf 1 zu 300.000. Die Forscher gehen aber davon aus, dass auch diese Wahrscheinlichkeit abnimmt, wenn weitere Daten eine noch genauere Bestimmung der Apophis-Bahn ermöglichen.

(c) Wissenschaft aktuell
Quelle: Nasa, Pressemitteilung


 

 

Home | Über uns | Kontakt | AGB | Impressum
© Wissenschaft aktuell & Scientec Internet Applications + Media GmbH, Hamburg